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Brei unterwegs warm machen: 4 Wege und Tipps

Breiwärmer, Thermobehälter, Wasserbad oder Mikrowelle: So wird Babybrei unterwegs warm und bleibt hygienisch. Mit Packliste zum Abhaken.

Von der LIINI RedaktionAktualisiert am 9 Min. Lesezeit5 Quellen

Mutter füttert ihr Baby im Hochstuhl auf einer Café-Terrasse mit Brei aus dem Breiwärmer
Inhalt

Kurz gesagt

Brei unterwegs warm machen geht am einfachsten mit einem Breiwärmer mit Akku, einem vorgewärmten Thermobehälter, einem Wasserbad im Restaurant oder einer Mikrowelle. Noch wichtiger als die Wärme ist die Hygiene: Selbstgekochten Brei transportierst du gekühlt, jede Portion wärmst du nur einmal auf, und Reste wirfst du weg. Rühr gut um und prüf die Temperatur, bevor dein Baby isst. Fertigbrei aus dem Gläschen darf auch zimmerwarm gegessen werden.

Dein Baby isst schon Brei, und ihr seid den ganzen Tag unterwegs: beim Wandern, bei den Grosseltern, im Zug. Spätestens zur Mittagszeit stellt sich die Frage, wie du den Brei unterwegs warm machen kannst und ob er überhaupt warm sein muss. Hier findest du vier Wege im Vergleich, die wichtigsten Hygiene-Regeln, Ideen für selbstgekochten Brei und eine Packliste zum Abhaken.

Muss Babybrei unterwegs überhaupt warm sein?

Nicht unbedingt. Fertiggläschen müssen laut der Mütter- und Väterberatung Frühe Kindheit Ost nicht gekühlt werden und können auch bei Zimmertemperatur gegeben werden. Auch das deutsche Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) schreibt, dass zum Essen Zimmertemperatur vollkommen ausreicht. Manche Babys mögen ihren Brei trotzdem lieber lauwarm. Probier zuhause aus, wie dein Baby isst. Dann weisst du, ob du unterwegs überhaupt eine Wärmequelle brauchst.

Wichtiger als die Temperatur ist die Hygiene. Brei, der lange lauwarm herumsteht, ist ein guter Nährboden für Keime. Das österreichische Programm «Richtig essen von Anfang an» empfiehlt deshalb, warme Speisen über 65 °C zu halten oder rasch abzukühlen und Brei möglichst kurz warm zu halten.

Brei unterwegs warm machen: 4 Wege im Vergleich

Welcher Weg passt, hängt davon ab, wo ihr unterwegs seid und wie lange.

Brei unterwegs warm machen: 4 Wege im Überblick – Breiwärmer mit Akku, Thermobehälter, Wasserbad im Restaurant, Mikrowelle mit UmrührenBrei unterwegs warm machen4 Wege im ÜberblickBreiwärmer mit AkkuOhne Steckdose, kein UmfüllenFür Spaziergang und Reisenohne SteckdoseThermobehälterHeiss einfüllen, ohne StromKühlt ab: nur für kurze Wegenur kurz warmWasserbad im RestaurantGläschen ins heisse WasserKlappt in Café und Restaurantkein Gerät nötigMikrowelle mit UmrührenSchnell, aber ungleichmässigGut umrühren, Temperatur prüfenimmer umrühren
WegSo geht’sVorteileNachteilePasst für
Breiwärmer mit AkkuBrei einfüllen, einschalten, direkt daraus fütternohne Steckdose; kein Umfüllen; dicht verschlossenAkku muss geladen sein; ein Gerät mehr im GepäckSpaziergang, Wandern, Reisen
ThermobehälterBehälter vorwärmen, heissen Brei einfüllenganz ohne Strom; günstigkühlt mit der Zeit ab; nur für kurze Zeitkurze Wege, etwa zum Spielplatz
Wasserbad im RestaurantSchale mit heissem Wasser bestellen, Gläschen hineinstellenkein eigenes Gerät nötigabhängig vom Personal; dauertCafé, Restaurant, Ferien
Mikrowelle mit UmrührenBrei in eine Schale füllen, erwärmen, gut umrührenschnellheisse Stellen möglich; nicht überall vorhandenRaststätte, Hotel, Grosseltern

1. Breiwärmer mit Akku

Ein Breiwärmer mit Akku ist eine kleine beheizte Schale mit Deckel. Du füllst den Brei ein, schaltest das Gerät ein und fütterst direkt daraus. Der LIINI® 2.0 PRO Breiwärmer fasst bis zu 350 g Brei, wärmt mit 50 W über eine Platte aus Edelstahl und lädt per USB-C. Eine Temperatur musst du nicht einstellen. Er ist nach IP66 staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt, der Deckel ist auslaufsicher. Laut LIINI eignet er sich für gekauften und selbstgemachten Brei und ist im Handgepäck auf allen Flügen zugelassen. Alle Modelle findest du unter Breiwärmer für unterwegs.

  1. Laden Lade den Breiwärmer am Vorabend vollständig auf.
  2. Einfüllen Gib den Inhalt eines frisch geöffneten Gläschens oder deinen gekühlt transportierten Brei hinein und schliess den Deckel.
  3. Erwärmen Schalte das Gerät ein und warte, bis der Brei warm ist. Das dauert einige Minuten.
  4. Umrühren und prüfen Rühr mit einem sauberen Löffel um und prüf die Temperatur.
  5. Füttern Füttere direkt aus dem Breiwärmer. Was übrig bleibt, wirfst du weg.

2. Thermobehälter: Brei warm halten ohne Strom

Ein Speisethermos hält Brei ohne Strom eine Weile warm. Spül ihn vor dem Einfüllen mit kochendem Wasser aus, damit er vorgewärmt ist. Erhitze den Brei zuhause, bis er durch und durch dampft, und füll ihn sofort ein. Im Behälter sinkt die Temperatur aber mit jeder Stunde. Er eignet sich deshalb für kurze Wege, etwa vom Mittagessen zuhause bis zum Spielplatz, nicht für einen ganzen Ausflugstag. Für längere Touren ist es sicherer, den Brei gekühlt mitzunehmen und erst vor Ort aufzuwärmen.

Achtung

Brei, der stundenlang lauwarm im Thermobehälter war, gibst du deinem Baby besser nicht mehr. Im lauwarmen Bereich können sich Keime vermehren.

3. Wasserbad im Restaurant oder Café

Ein Gläschen unterwegs warm machen geht fast überall, wo es heisses Wasser gibt. Frag im Restaurant nach einer Schale mit heissem Wasser. Öffne das Gläschen, stell es hinein und rühr zwischendurch um. Nach einigen Minuten ist der Brei lauwarm. Selbstgekochten Brei nimmst du am besten in einem kleinen Glas mit Schraubdeckel mit, dann funktioniert das Wasserbad genauso. Stell Schale und Glas ausser Reichweite deines Kindes, beides kann heiss sein.

4. Mikrowelle mit Umrühren

Auf der Raststätte, im Hotel oder bei den Grosseltern steht oft eine Mikrowelle. Sie ist schnell, erwärmt aber ungleichmässig. Laut BIÖG kann sich dein Kind an besonders heissen Stellen verbrühen. Füll den Brei deshalb in eine mikrowellengeeignete Schale, der Metalldeckel des Gläschens bleibt draussen. Erwärme in kurzen Etappen, rühr dazwischen und am Schluss gründlich um und prüf die Temperatur.

Tipp

Prüf die Temperatur mit einem eigenen Löffel: Nimm eine kleine Portion ab und probier sie. Den Babylöffel leckst du nicht ab, sonst kannst du Kariesbakterien auf dein Kind übertragen.

Hygiene unterwegs: Reste und Aufwärmen

Unterwegs fehlen Kühlschrank und Spülbecken. Umso wichtiger sind ein paar einfache Regeln.

Brei unterwegs: Hygiene-Regeln – gekühlt transportieren, Portion in eine Schale füllen, ungekühlt bald essen; besser nicht: zweimal aufwärmen, Reste aufheben, lange lauwarm haltenBrei unterwegs: HygieneSo bleibt der Brei sicherSo ist es richtigGekühlt transportierenKühltasche mit KühlakkuPortion in eine Schalenicht aus dem Gläschen fütternUngekühlt bald essenspätestens nach 4 StundenDas lässt du besserZweimal aufwärmenjede Portion nur einmalReste aufhebenAngegessenes wegwerfenLange lauwarm haltendarin vermehren sich Keime
  • Nur einmal aufwärmen: Fertige Beikost wärmst du nur einmal wieder auf. Das empfehlen «Richtig essen von Anfang an» und der britische Gesundheitsdienst NHS. Einmal erhitzte Gläschenkost hebst du nicht auf.
  • Reste wegwerfen: Was dein Baby nicht gegessen hat, kommt weg. Laut NHS sollst du angegessene Portionen nie aufbewahren oder erneut aufwärmen.
  • Nicht direkt aus dem Gläschen füttern: Über den Löffel gelangt Speichel in den Brei. Füll deshalb eine Portion in eine Schale. Den unberührten Rest kannst du je nach Produkt ein bis drei Tage geschlossen im Kühlschrank aufbewahren.
  • Spinat nicht noch einmal erwärmen: Gläschen mit Spinat sollen wegen des hohen Nitratgehalts nicht ein zweites Mal erwärmt werden.
  • Gekühlt transportieren: Selbstgekochten Brei kühlst du nach dem Kochen rasch ab und bewahrst ihn im Kühlschrank etwa 24 Stunden auf. Unterwegs gehört er in eine Kühltasche mit Kühlakku. Ist er nicht gekühlt, soll er laut NHS so bald wie möglich gegessen werden, spätestens nach 4 Stunden.

Achtung

Brei nicht zweimal aufwärmen. Hat dein Baby keinen Hunger mehr, wirf den aufgewärmten Rest weg, auch wenn es schade ist.

Selbstgekocht oder Gläschen: Was ist unterwegs praktischer?

Beides funktioniert. Der grösste Unterschied liegt in der Kühlung.

KriteriumSelbstgekochter BreiGläschen
Kühlung unterwegsnötig: Kühltasche mit Kühlakkuungeöffnet nicht nötig
Haltbarkeitim Kühlschrank etwa 24 Stundenungeöffnet laut Packung
AufwärmenWasserbad, Mikrowelle, Breiwärmerzimmerwarm essbar oder aufwärmen
Aufwandkochen, portionieren, kühlenkeiner
Gewichtleichte, dichte Dosen möglichGlas ist schwerer
AbfallwenigGlas und Deckel

Viele Familien kombinieren: Unterwegs nehmen sie ein oder zwei Gläschen als Reserve mit, sonst Selbstgekochtes. Selbstgekochten Brei kannst du portionsweise einfrieren, bei −18 °C hält er bis zu zwei Monate. Zum Auftauen empfiehlt das BIÖG das Wasserbad oder die Mikrowelle. Auch aufgetauten Brei wärmst du nur einmal auf.

Rezeptideen für Beikost unterwegs

Für unterwegs eignen sich Breie, die nicht zu flüssig sind und sich gut kühlen lassen:

  • Gemüse-Kartoffel-Brei: lässt sich am Vorabend oder am Morgen kochen, rasch abkühlen und in der Kühltasche mitnehmen.
  • Getreide-Obst-Brei: etwa Hirse- oder Haferflocken mit gedünstetem Apfel oder Birne.
  • Frisch zerdrückte Banane: braucht weder Kühlung noch Wärme. Schälen, mit der Gabel zerdrücken, fertig.

Weitere Rezeptideen findest du bei Kochen mit LIINI. Was dein Baby schon essen darf, besprichst du am besten mit der Mütter- und Väterberatung oder deiner Kinderärztin.

Tipp

Füll für unterwegs eher dickeren Brei ab. Er läuft weniger leicht aus und lässt sich vor Ort mit etwas abgekochtem Wasser verdünnen.

Packliste: Babybrei unterwegs

  • Brei: Gläschen oder selbstgekochter Brei in einer dichten Dose
  • Kühltasche mit Kühlakku für Selbstgekochtes
  • Wärmequelle: geladener Breiwärmer oder vorgewärmter Thermobehälter
  • Ladekabel oder Powerbank für lange Tage
  • kleine Schale, falls du aus einem Gläschen fütterst
  • sauber verpackter Breilöffel und ein Ersatzlöffel
  • Lätzchen und Spucktuch (Nuscheli)
  • Feuchttücher und Desinfektionstücher für Babyprodukte
  • etwas zu trinken für dein Baby
  • Beutel für gebrauchte Löffel, Schalen und Dosen
  • ein Gläschen mehr als geplant

Für die Milchmahlzeiten zwischendurch hilft dir der Ratgeber Milch unterwegs warm machen. Was sonst noch in die Tasche gehört, steht in der Checkliste für die Wickeltasche.

Häufige Fragen

Wie mache ich Babybrei unterwegs ohne Strom warm?

Ohne Strom geht es mit einem vorgewärmten Thermobehälter, in den du den Brei heiss einfüllst, oder mit einem Wasserbad im Restaurant. Ein Breiwärmer mit Akku braucht keine Steckdose, muss aber geladen sein. Fertigbrei aus dem Gläschen darfst du auch zimmerwarm füttern.

Wie lange darf Brei im Thermobehälter warm bleiben?

So kurz wie möglich. «Richtig essen von Anfang an» empfiehlt, warme Speisen über 65 °C zu halten oder rasch abzukühlen. Ein Thermobehälter verliert mit der Zeit Wärme, deshalb eignet er sich nur für kurze Wege. Für einen ganzen Ausflugstag nimmst du den Brei besser gekühlt mit und wärmst ihn vor Ort auf.

Darf ich Babybrei zweimal aufwärmen?

Nein. Fertige Beikost wärmst du nur einmal wieder auf, Reste wirfst du weg. Über den Löffel gelangt Speichel in den Brei, deshalb sind angegessene Reste aus hygienischen Gründen tabu. Portioniere lieber kleiner und nimm bei Bedarf Nachschub.

Kann ich ein Gläschen in der Mikrowelle warm machen?

Ja, wenn du den Brei vorher in eine mikrowellengeeignete Schale umfüllst. Die Mikrowelle erwärmt ungleichmässig, es können sehr heisse Stellen entstehen. Rühr deshalb gründlich um und prüf die Temperatur, bevor dein Baby isst.

Muss Gläschenbrei warm sein?

Nein. Fertigbrei aus dem Gläschen kann auch bei Zimmertemperatur gegessen werden. Ob dein Baby ihn lieber lauwarm mag, findest du zuhause heraus. Das spart unterwegs viel Aufwand.

Wie transportiere ich selbstgekochten Brei?

Kühl den frisch gekochten Brei rasch ab, füll ihn in eine dichte Dose und pack ihn mit Kühlakku in eine Kühltasche. Vor Ort wärmst du ihn einmal auf, im Breiwärmer, im Wasserbad oder in der Mikrowelle. Ohne Kühlung sollte er so bald wie möglich gegessen werden.

Darf ich Brei und Breiwärmer mit ins Flugzeug nehmen?

Laut SWISS dürfen Eltern Milch und flüssige Babynahrung im Handgepäck mitnehmen, in der Menge, die ihr für die Dauer des Fluges braucht. Du zeigst sie an der Sicherheitskontrolle separat vor. Den LIINI® 2.0 PRO Breiwärmer darfst du laut LIINI auf allen Flügen im Handgepäck mitnehmen. Frag bei anderen Airlines vorher nach.

Quellen

  1. Ernährung 0 bis 12 Monate, Frühe Kindheit Ost (Mütter- und Väterberatung)
  2. Hygiene rund um die Breinahrung, kindergesundheit-info.de, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit
  3. Wie lange darf ich die frisch gekochte Beikost warmhalten?, Richtig essen von Anfang an (AGES, Sozialministerium, Dachverband der Sozialversicherungsträger)
  4. Storing and reheating food, NHS Best Start in Life
  5. Mit Kindern am Flughafen, SWISS
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